Gartenpflege

Ein Garten ist kein fertiges Produkt welches, wie vieles heutzutage im Katalog bestellt werden kann.


Ein Garten ist eine lebendige Materie, die sich im Laufe der Zeit entwickelt und einer ständigen Änderung unterliegt. So kann ein schöner Garten nur durch eine professionelle und regelmäßige Pflege erhalten bleiben. 
Sie haben die Möglichkeit, die Pflege Ihres Gartens in unsere Hände zu geben.


Dabei können wir z.B. eine jährliche Dauerpflege mit einer gleich bleibenden monatlichen Pauschale vereinbaren.


Oder aber Sie haben ein grünes Händchen und benötigen nur teilweise professionelle Hilfe, z.B. zum Gehölzrückschnitt im Herbst oder zu einem grundlegenden Pflegegang im Frühjahr, auch dann sind wir der richtige Ansprechpartner.



 

Rasenpflege 

 

Warum sollte der Rasen gepflegt werden?


Mit Beginn des Jahres und dem Erwachen der Natur werden sie sich wieder Gedanken über den Unterhalt und die Pflege ihres Rasens machen. Er soll ihre Anforderungen erfüllen und ihren Erwartungen entsprechen. Damit die Rasenfläche in einem optimalen Zustand erhalten bleibt, also der Boden gut durchlüftet ist, die Wasser- und Nährstoffversorgung sichergestellt ist, müssen neben dem Mähen des Rasens, noch zusätzliche Arbeiten ausgeführt werden.


Die wichtigsten Pflegearbeiten für den Rasen


Die Pflegemassnahmen sind sehr stark von der Beanspruchung der Rasenfläche abhängig. Ein Repräsentationsrasen braucht eine viel intensivere Pflege als ein Blumenrasen.


  • Verticutieren
  • Aerifizieren
  • Sanden
  • Wässern
  • Mähen
  • Düngen
  • Unkrautbekämpfung

Die wichtigsten Krankheiten des Rasens


Es gibt eine Vielzahl von Pilzkrankheiten, die den Rasen befallen können, es sind aber nur wenige, die so starke Schäden verursachen, dass Gegenmassnahmen erforderlich werden. Die wichtigsten Krankheiten sind:


  • Ursachen
  • Schneeschimmel
  • Dollarflecken-Krankheit
  • Schwarzbeinigkeit
  • Echter Mehltau
  • Rotspitzigkeit
  • Rostkrankheit
  • Blattfleckenkrankheit
  • Wurzelhalsfäule
  • Hexenringe

Vertikutieren


Das Vertikutieren dient dem Entfernen von Rasenfilz, dadurch wird auch Moos entfernt. Beim Vertikutieren durchschneiden rotierende Messer die Grasnarbe in Abständen von 2-3 cm bis in eine Bodentiefe von 1-3 mm. Das Vertikutieren wird am besten zu Beginn der starken Wachstumsphase (April) kurz nach einem Schnitt (Schnittgut abgeräumt) durchgeführt. Nach dem Abräumen des Rasenfilzes ist eine Regenerationsdüngung und Nachsaat vorzunehmen.


Aerifizieren


Mit dem Aerifizieren wird die Zufuhr von Sauerstoff zu den Wurzeln verbessert. Es gibt zwei Methoden:


a) Löchern


Mit Hohlstacheln werden pro m2 200-400 Löcher mit einem Durchmesser von 1.5-2.5 cm bis in eine Tiefe von 5-15 cm ausgestochen. Wenn das ausgehobene Material sandreich ist, kann es auf der Rasenfläche durch Abschleppen verteilt werden. Sich bildende Reiss- und Bruchstellen erhöhen die Wirksamkeit der Massnahme, ebenso das eintragen von Sand.


b) Schlitzen


Das Schlitzen darf nur bei abgetrocknetem Boden erfolgen. Die Schlitzmesser sollten in Abständen von 10 cm den Boden bis in eine Tiefe von 8-10 cm in einer Breite von 0.8 – 1 cm aufreissen. Schlitzen wird vorteilhaft zwischen September bis März durchgeführt.


Sanden


Mit dem Sanden sollen die physikalischen Bodeneigenschaften an der Oberfläche verbessert oder erhalten werden (Durchlässigkeit für Gase und Wasser, Verzahnung der Grasnarbe, Ebenflächigkeit, Vermischen der Regenwurmlosung zu einem tragschichtähnlichen Gemisch). Sanden erfolgt zweckmässigerweise im Frühjahr z.B. im Anschluss an eine Nachsaat. Im Normalfall werden 2-3 l Sand pro m2 ausgebracht. Dafür sind verwitterungsbeständige Sande (Quarzsand) mit einer Körnung 0/2 einzusetzen, die weitgehend kalkfrei sind.


Bewässerung


Der Rasen sollte nicht täglich bewässert werden, denn durch zu viel Wässern verwöhnt man die Graswurzeln und ihr Tiefenwachstum wird gehemmt. Die hat zur Folge das tiefer gelegenes Wasser für die Wurzeln nicht mehr verfügbar ist. Die Beregnung sollte bei Welkebeginn einsetzen. Kleine Flächen weisen bei diesem Zustand eine Graufärbung des Rasens auf, die Blätter sind leicht eingerollt. Die Beregnung sollte in möglichst grossen Zeitabständen erfolgen. Pro Beregnungsvorgang sind 15-25 l/m2 zu verabreichen um eine Durchfeuchtung von tieferen Schichten zu bewirken (Tiefenwurzelung).


Schnitt


Das Mähen ist eine der wichtigsten Pflegemassnahmen eines Rasens. Die Schnitthöhe ist dem jeweiligen Rasentyp anzupassen. Der Rasen sollte immer dann geschnitten werden wenn er 1/3 bis max. 1/2 gewachsen ist. Der Rasen sollte wöchentlich bis alle 14 Tage geschnitten werden. Es ist stets darauf zu achten, dass die Messer gut geschliffen sind, damit eine saubere Schnittstelle entsteht.


Düngung


Das Nährstoffverhältnis der Düngung
Wie verschiedene Untersuchungen gezeigt haben, kann für den Nährstoffentzug durch Rasengräser ein konstantes Nährstoffverhältnis zugrunde gelegt werden, Stickstoff 1: Phosphor 0.3: 
Kalium 0.6: Magnesium 0.1.Verlauf des Stickstoffbedarfes von Rasengräsern.

Der Verlauf des Stickstoffbedarfes ist bei Rasengräsern deutlichen saisonalen Schwankungen unterworfen (siehe Abb.). Während des Sommers ist infolge der Trockenheit und hoher Temperatur das Wachstum gebremst. In dieser Zeit soll ebenfalls die N-Versorgung eher knapp gehalten werden. Hohe Stickstoffmengen während dieser Phase können die Trockenheits- und Krankheitsresistenz schwächen. Kurztag und tiefe Temperaturen ab dem Herbst führen zu einem Wachstumsstopp bei Gräsern. Im Herbst soll daher kein Stickstoff mehr verabreicht werden. Ist Wachstum infolge von äusseren Bedingungen nicht möglich (Temperatur, Licht oder Wasser), ist das Ausbringen von Stickstoffdüngern nicht sinnvoll. Stickstoffüberschüsse führen zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Pilzkrankheiten und einem erhöhten Nitratauswaschungsrisiko.


Düngezeitpunkt


Die erste Düngung im Jahr sollte Anfang bis Mitte März erfolgen, je nach Witterung. Die letzte Düngung im Jahr sollte spätestens Ende Oktober erfolgen. 


Unkrautbekämpfung


Warum wachsen in manchen Rasen mehr Unkräuter als in anderen? Faktoren, welche die Unkräuter fördern:

  • Düngung nicht angepasst 
  • Pflegemassnahmen unangebracht 
  • schlechte Bodenstruktur 
  • falsche Rasenmischung 
  • Umgebung

 

Ist Unkraut im Rasen, sollte dieses ebenfalls früh im Jahr bekämpft werden. Dazu kann ein selektives Herbizid verwendet werden. Wenn der Unkrautbesatz sehr hoch ist (>30%) und gleichzeitig viele Ungräser vorhanden sind, ist es sinnvoll, die Rasenfläche neu anzusäen. Damit werden alle Unkräuter und auch die unerwünschten Gräser vernichtet.


Moosbekämpfung


Ein hoher Moosanteil im Rasen zeigt an, dass der Standort gewisse Probleme aufweist. Faktoren, die den Moosbefall fördern, sind:

  • zu tiefer Schnitt 
  • Böden, die schlecht mit Nährstoffen versorgt sind 
  • schlecht strukturierte Böden 
  • Staunässen, Schatten 
  • Wahl einer schlechten Rasenmischung

  

Weist der Rasen einen hohen Besatz an Moos auf, sollten die oben genannten Probleme nach Möglichkeit beseitigt werden, sonst wird sich das Moos nach kurzer Zeit wieder ausbreiten. Eine Moosbekämpfung ist je nach Witterung ab Mitte März möglich. Die Moosbekämpfung sollte zuerst maschinell versucht werden, bevor man zu Spritzmitteln greift. Die Rasenfläche wird verticutiert und gedüngt und evtl. mit einer Nachsaat kombiniert.


Hirsenbekämpfung


Sind in den letzten Jahren Hirsen aufgetreten, empfiehlt es sich, die Rasenfläche mit einem Vorauflaufmittel zu behandeln, um das Auflaufen der Hirsen zu verhindern. Das Mittel kann erst einsetzen werden, wenn die Bodentemperatur an der Oberfläche über 20° C beträgt, da die Hirsen erst unter diesen Bedingungen keimen (ab Mitte April).

Rasenkrankheiten


Gegen die Ausbreitung von Schadpilzen kann man nicht viel machen. Die Pilzsporen werden durch die Luft, den Regen, den Boden oder den unmittelbaren Kontakt mit Menschen, Tieren oder Arbeitsgeräten verbreitet. Es können sowohl die unterirdischen Pflanzenteile als auch die Blätter befallen werden. Jede Pilzart braucht bestimmte Wachstumsbedingungen: die eine braucht feuchtwarme Witterung, die andere liebt es kühl und feucht und wieder eine andere gedeiht am besten im Winter unter einer Schneedecke. 


Ursachen für die Ausbreitung von Pilzkrankheiten sind:


  • Dauernd hohe Belastung 
  • Hohe Luftfeuchtigkeit 
  • Lage im Schatten 
  • Stehende Luft 
  • Zu niedriger oder zu hoher pH-Wert 
  • Dicker Rasenfilz 
  • Dauernder Tiefschnitt 
  • Überversorgung mit Wasser und Stickstoff 
  • Zu hoher Grasbestand oder dichte Laubauflage über Winter 

Vorbeugende Maßnahmen gegen Pilzkrankheiten


  • Bei der Wahl des Saatgutes, Sorten auswählen die gegen Krankheiten resistent sind 
  • Starke Schattenlage als Standort vermeiden 
  • Durchlüftung gewährleisten 
  • Keine extrem tiefen Rasenschnitte vornehmen 
  • Auf scharfe Messer des Rasenmähers achten für einen glatten Schnitt 
  • Ausgeglichene Nährstoff- und Wasserversorgung 

Bekämpfung von Pilzkrankheiten


Ist eine Pilzkrankheit im Rasen entstanden, wird zunächst versucht, die Standortbedingungen zu verbessern. Wenn der Boden verdichtet ist oder eine dicke Rasenfilzschicht besteht, sollte für bessere Durchlässigkeit und Durchlüftung gesorgt werden, zum einen durch Verticutieren, zum anderen durch Aerifizieren.Darunter sind maschinelle Maßnahmen zu verstehen, die Verdichtungen im Wurzelbereich des Rasens bis in die Tiefe von 10 cm durch Löchern oder Schlitzen beseitigen. Empfehlenswert ist das anschließende Einbringen von Sand in die Löcher oder Spalten.


Das jahreszeitliche Auftreten der Pilzkrankheiten


Die nachfolgende Tabelle zeigt zu welcher Jahreszeit die einzelnen Pilzkrankheiten auftreten können.


Schneeschimmel


Schneeschimmel ist eine verbreitete Krankheit in feinem Rasen, also vor allem bei Zierrasen. Betroffene Arten sind: Straußgräser Agrostis spec., Deutsches Weidelgras Lolium perenne und Rispengräser Poa spec. Wenig anfällig sind: Rotschwingel Festuca rubra und Thimotheegras.



Schneeschimmel: Typischer Befall, dunkler Ring mit Myzel. Wie der Name sagt, wird sie durch eine lange Schneebedeckung gefördert.


Symptome:


Im Frühjahr zeigen sich zunächst kleine, annähernd runde Flecke mit einem Durchmesser von circa 2,5 bis 5 cm, die unter ungünstigen Bedingungen bis auf 30 cm anwachsen und ineinander übergehen können. Am Rand kann sich ein dunkelbrauner Ring bilden, die aktive Zone der Infektion. Die Flecken sind von einem weißgrauen bis rötlichen Myzelbelag überzogen.


Bekämpfung:


· Verbesserung der Bodendurchlässigkeit durch Vertikutieren oder Aerifizieren
· Nicht zu tief und nicht zu selten mähen, Schnittgut enrfernen
· Ausgewogene Düngung, im Herbst Kalium betonter düngen


Dollarflecken-Krankheit


Diese Krankheit tritt vor allem im Frühjahr oder im Spätsommer und im Herbst auf. Sie entsteht bevorzugt auf feuchten und schlecht durchlüfteten Böden. 
Besonders anfällig sind Straußgräser Agrostis spec. und der Rotschwingel Festuca rubra ssp. rubra.



Dollarfleck: Strohgelbe, scharf umgrenzte Flecken.


Symptome:


Zunächst treten einzelne gelblich verfärbte Flecken von circa 1 bis 2 cm Durchmesser auf, die sich teilweise bis auf 5 – 15 cm vergrößern. Sie grenzen sich deutlich gegenüber dem gesunden Rasen ab. Bei hoher Luftfeuchtigkeit ist ein feines weißliches Myzel zu erkennen. Be starkem Befall kann auch das Wurzelwachstum beeinträchtigt werden.


Bekämpfung:


Eventuell vorhandene Rasenfilzschichten beseitigen und Bodenverdichtungen beheben durch Aerifizieren und Verticutieren.
Bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Zu hohe Stickstoff- und Kaliumgaben erhöhen die Anfälligkeit.


Schwarzbeinigkeit


Von dieser Krankheit sind vor allem feinblättrige Arten betroffen, wie zum Beispiel die Straußgräser Agrostis tenuis, Agrostis canina, Rispengräser Poa spec. und Schwingel Festuca spec. Es werden stark aufgekalkte, aber auch nährstoffarme, schlecht dränierte Standorte im Spätsommer, Herbst und Winter befallen.
Schwarzbeinigkeit: Großer Ring mit typisch bronzeartiger Verfärbung.


Symptome:


Es treten anfänglich kleine, eingesunkene Flecken mit rund 5 bis 10 cm Durchmesser auf, die sich bis auf 1 m ausbreiten können. Die eingesunkenen Bereiche erscheinen zuerst dunkelgrün, später dann hellbraun bis rötlich. Im Zentrum der Flecken sterben die Gräser ab und Unkraut entwickelt sich. Das Gras kann leicht aus dem Boden gezogen werden und die Wurzeln sind braun-schwarz verfärbt.


Bekämpfung:


  • ·erbesserung der Durchlässigkeit 
  • Bei bedarfsgerechtem pH-Wert keine Kalkung und keine Ausbringung von kalkhaltigen Düngemitteln 

 

Echter Mehltau


Echter Mehltau tritt vor allem bei Rasenflächen in Schattenlagen auf. Begünstigt wird Mehltau durch zu hohen Rasenschnitt und feuchtwarme Witterung.


Symptome:


Auf der Blattoberfläche, vor allem bei jüngeren Blättern entwickelt sich ein weißer bis grauweißer Belag, der sich zu einem mehlartigen Überzug entwickelt.


Bekämpfung:


  • Verbesserung der Lichtverhältnisse 
  • Auflockerung von verdichteten, nassen Böden 
  • Schnitt auf 2,5 - 3 cm 
  • Düngung mit Kalium und Phosphat verringert das Befallsrisiko, Düngung mit Stickstoff, Calcium und Magnesium erhöht es. 

 

Rotspitzigkeit


Die Rotspitzigkeit tritt vor allem bei Zierrasen auf, aber auch bei anderen Rasenformen, wenn die Nährstoffversorgung unzureichend ist. Besonders anfällig für diese Krankheit ist der Rotschwingel Festuca rubra, aber auch Straußgräser Agrostis spec., Rispengräser Poa pratensis und Weidelgräser Lolium können befallen werden. Der Pilzbefall tritt meist nach feuchtwarmen Perioden von Juni bis Oktober zu Tage. Bei trockener Witterung verschwindet die Rotspitzigkeit wieder.
Rotspitzigkeit: Die Nahaufnahme zeigt das rote, geweihartige Stoma.

 

Symptome:


Erste Anzeichen sind unregelmäßig geformte Flecken die im weiteren Verlauf der Infektion erst hellbraun und später dann strohfarben werden. Innerhalb der erkrankten Flächen findet man häufig auch noch gesunde Gräser. Bei hoher Luftfeuchtigkeit zeigt sich ein watteartiges rosafarbenes Myzel.


Bekämpfung:


  • Nährstoffversorgung verbessern mit Phosphor, Kali und vor allem Stickstoff (Langzeitdünger verwenden) 
  • Nicht zu tief mähen 
  • Eventuell Wasserversorgung optimieren 
  • Rasenfilz durch Verticutieren reduzieren

 

Rostkrankheiten


Für Rostkrankheiten sind vorwiegend Wiesenrispe Poa pratensis und Deutsches Weidelgras Lolium perenne anfällig. Rostkrankheiten treten häufig von Mai bis September nach trockenen Perioden auf.
Pustelbildung bei Befall.


Symptome:


Auf den Blättern bilden sich anfangs hellgelbe Flecken. Danach bilden sich sehr schnell gelbe, orangefarbene oder braune Pusteln mit staubenden Sporen in unterschiedlicher Form und Verteilung. Die befallenen Gräser bleiben im Wachstum zurück.


Bekämpfung:


  • Ausgeglichene Düngung und Wasserversorgung 
  • Regelmäßiger Schnitt, damit Gras nicht zu hoch wird, aber Schnitt auch nicht zu tief 
  • Wirtspflanzen für die Rostpilze, wie Berberitze, Mahonie oder Kreuzdorn in unmittelbarer Nähe vermeiden 

 

Blattfleckenkrankheit


Diese Krankheit tritt speziell bei der Wiesenrispe Poa pratensis auf, aber auch andere Rispengräser werden befallen. Die Schäden können in geringem Ausmaß ganzjährig auftreten.
Blattflecken: Bräunliche Flecken mit dumpfweißem Zentrum.


Symptome:


An Blättern entstehen scharf begrenzte ovale, dunkelbraune bis rötliche Flecken. Das Zentrum der Flecken stirbt ab und verfärbt sich strohfarben.


Bekämpfung:


  • Einsatz resistenter Sorten 
  • Knappe Stickstoffversorgung 
  • Einer Bodenverdichtung oder Rasenfilzbildung ist entgegen zu wirken 
  • Nicht zu tief mähen

 

Wurzelhalsfäule


Die Wurzelhalsfäule ist wie der Schneeschimmel eine typische Winterkrankheit. Die Gräser werden im Spätherbst oder Winter befallen, sichtbar wird die Krankheit dann im Frühjahr nach der Schneeschmelze. Befallen werden vor allem Straußgräser Agrostis spec., Rispengräser Poa spec. und Deutsches Weidelgras Lolium perenne.
Wurzelhalsfäule: Grauweißes Myzel.


Symptome:


Helles, gräuliches Pilzmyzel bedeckt die Pflanzen in Flecken von 5 bis 40 cm Durchmesser. Die Krankheit ist auf den ersten Blick leicht mit dem Schneeschimmel zu verwechseln, aber die befallenen Pflanzen wirken beim Schneeschimmel feucht und schleimig, bei der Wurzelhalsfäule dagegen trocken und papierartig.


Bekämpfung:


  • Der Rasen sollte im Winter eine Schnitthöhe von3 bis 3,5 cm haben 
  • Abbau von Rasenfilz und Bodenverdichtung 
  • Ausgewogene bzw. kaliumbetonte Düngung

 

Hexenringe


Hexenringe können überall dort entstehen, wo Gras wächst. Sie sind nicht an bestimmte Grasarten oder Rasentypen gebunden und können ganzjährig auftreten. Vermehrt werden magere, sandige Standorte und ehemalige Waldgebiete befallen Hexenring Typ I: Deutliche Zone von abgestorbenem Gras.


Symptome:


Man unterscheidet drei Erscheinungsformen der Hexenringe, die jeweils von unterschiedlichen Pilzarten hervorgerufen werden.

Typ 1: 
Dieser Typ richtet den größten Schaden in den Rasenflächen an. Bei dieser Form stirbt zwischen zwei parallel verlaufenden, dunkelgrünen Ringen, das Gras vollständig ab.Typ 2: 
Dieser Typ zeichnet sich durch einen dunkelgrünen Ring mit verstärktem Graswachstum aus, in dem sich in manchen Jahren viele Pilzfruchtkörper bilden. Am Rasen sind keine Schäden sichtbar.Typ 3: 
Diese Erscheinungsform der Hexenringe äußert sich nur durch kreisförmig angeordnete Fruchtkörper (Hutpilze). Der Rasen wird nicht geschädigt.


Bekämpfung:


  • Ausgeglichene Nährstoffversorgung 
  • Gute Durchlüftung des Bodens durch Vertikutieren, Aerifizieren und Sanden 
  • Um das tiefreichende Pilzmyzel zu bekämpfen, muss diese Schicht so tief wie möglich durchstoßen werden (Grabgabel, Tiefenlockern) und anschließend gründlich und durchdringend gewässert werden. 
  • Regelmäßige, intensive Bewässerung des Rasens


Gehölze- & Staudenpflege

Die Pflege der Sträucher und Stauden fängt bei einer sehr guten Pflanzenkenntnis an. Nur eine standortgerechte Pflanzung und Sortenwahl ermöglicht uns den Pflegeaufwand gering zu halten.


Die Gehölzpflege


  • Bodenpflege
  • Düngung
  • Bewässerung
  • Mulchen
  • Gehölzschnitt
  • Heckenschnitt
  • Winterschutz

Die Staudenpflege


  • Bodenpflege
  • Düngung
  • Bewässerung
  • Mulchen
  • Staudenschnitt
  • Winterschutz 

Die Gehölzpflege

Bodenpflege


Das Ziel der Bodenpflege ist, die Erhaltung und Förderung der Bodenstruktur. Der Boden muss regelmässig gelockert werden, damit die Durchlüftung der oberen Bodenschichten gewährleistet ist. So wird auch verhindert, dass stehende Wasserflächen oder Staunässe entstehen können. Dem Boden sollte jährlich neue organische Substanz, am besten in Form von Kompost, zugeführt werden. Durch diese Massnahme werden die Bodenlebewesen gefördert, was sehr wichtig für den Boden ist. Durch das regelmässige bearbeiten der obersten Bodenschicht, wird auch das Unkraut gehemmt. 


Düngung;


Weil in den meisten Gärten die jährliche Zufuhr von organischer Substanz fehlt, muss man die fehlenden Nährstoffe durch Düngergaben einbringen. Wir haben folgende Möglichkeiten um den Pflanzen die fehlenden Nährstoffe zuzuführen: 

  • Schnell wirkende mineralische oder organische Dünger, die nur eine beschränkte Zeit wirken. Die schnell wirkenden Dünger werden im Frühjahr verabreicht um die Pflanzen beim Neuaustrieb zu unterstützen. 
  • Langfristig wirkende mineralische oder organische Dünger werden der Pflanzung verabreicht, damit sie das ganze Jahr hindurch mit genügend Nährstoffen versorgt wird. Die Dünger werden auch im Frühjahr verabreicht, weil sie eine gewisse zeit benötigen bis sie wirken. 

Bewässerung

Bei den folgenden Punkten ist eine Bewässerung von Vorteil:


  • In den ersten Wochen nach der Pflanzung, sollte die Pflanzen genügend Wasser zur Verfügung haben. Weil ihr Wurzelsystem noch auf den Wurzelballen und seine näheren Umgebung beschränkt ist. 
  • Bei laubabwerfenden Gehölzen, sollte man in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung, bei Trockenheit, bewässern. 
  • Immergrüne Laubgehölze sollten, bei einem trockenen Herbst, bewässert werden. 
  • Auch zwischen zwei Frostperioden empfiehlt es sich die immergrünen Gehölze zu bewässern. Weil sie auch in den Wintermonaten Wasser benötigen. 

Mulchen


Eine Abdeckung des Bodens verhindert eine übermässige Verdunstung von Wasser. Zudem schützt es die oberste Bodenschicht vor Erosion. 


Die Vorteile sind:


  • Es muss weniger gegossen werden 
  • Das Bodenleben wird durch den Abbauprotzes gefördert 
  • Der Unkrautbewuchs wird unterdrückt 
  • Der Boden wird vor dem Austrocknen und Verschlämmen geschützt 

Die Nachteile sind:


  • Der Verrottungsprotzes, der Holzprodukte, entzieht dem Boden Stickstoff, der nachher den Pflanze fehlt wenn er nicht mit einer Düngung eingebracht wird. 
  • Viele kleinere Bodendecker haben mühe die Mulchschicht (Rindenmulch) mit ihren Wurzeln zu durchdringen, deshalb decken sie die Pflanzfläche auch nur schlecht. 

Geeignete Mulchmaterialien:


  • Rindenmulch 
  • Holzhäcksel 
  • Rindenkompost 

Gehölzschnitt


Mit dem Schnitt an Sträuchern will man ihren Aufbau fördern und ihre natürliche Form erhalten. Im Weiteren soll der Schnitt die Sträucher gesund erhalten und wenn es nötig ist, sie verjüngen damit sie zu neuem Leben kommen.


Beim Schnitt sind folgende Grundsätze zu beachten:


  • So viel als nötig so wenig wie möglich schneiden. 
  • Beim Schnitt darauf achten, dass die kleinste mögliche Schnittstelle entsteht. 
  • Grundsätzlich können die Gehölze fast während dem ganzen Jahr geschnitten werden. Nur während der kurzen Zeit, wenn die Gehölze austreiben und während des Blattabfalls, sollten sie nicht geschnitten werden.

 

Pflege- und Verjüngungsschnitt


Mit dieser Schnittmethode erhalten wir ein kräftiges, gesundes und gleichmässiges Triebgerüst. Bei diesem Schnitt werden Triebe abgeschnitten welche aneinander reiben oder solche die ins Strauchinnere wachsen. Es werden auch kranke, tote und schwache Triebe entfernt. Mit der Zeit kann es auch nötig werden einen alten Trieb ganz zu entfernen. Bei Solitärgehölzen sollte man grundsätzlich keine alten Triebe entfernen.  


Förderungsschnitt:


Der Förderschnitt soll die Blühwilligkeit der Sträucher fördern. Sträucher, welche am einjährigen Holz blühen (Lavandula, Caryopteris, Buddleja usw.), werden im März stark zurück geschnitten. Einzelne Sträucher werden nach der Blüte geschnitten, um eine Nachblüte zu fördern oder um die Knospenbildung zu begünstigen (Hibiscus, Weigela, Forsythia).


Heckenschnitt:


Hecken aus Sommergrünen Gehölzen (z.B. Carpinus) werden einmal pro Jahr, im August geschnitten. Immergrüne und Nadelgehölze schneidet man im August Buchshecken und Taxus sollten zweimal im Jahr geschnitten werden, einmal Ende Juni und das zweite mal Ende Oktober.

Winterschutz:

 

Bei Sträuchern in schneereichen Lagen empfiehlt es sich, diese im Herbst zusammen zu binden, wegen dem Schneedruck. Die frostempfindlichen Gehölze können mit Jutematerialien oder andern Produkten von der Kälte geschützt werden.

 

Die Staudenpflege

Bodenpflege:


Das Ziel der Bodenpflege ist, die Erhaltung und Förderung der Bodenstruktur. Der Boden muss regelmässig gelockert werden, damit die Durchlüftung der oberen Bodenschichten gewährleistet ist. So wird auch verhindert, dass stehende Wasserflächen oder Staunässe entstehen können. Dem Boden sollte jährlich neue organische Substanz, am besten in Form von Kompost, zugeführt werden. Durch diese Massnahme werden auch die Bodenlebewesen gefördert, was sehr wichtig für den Boden ist. Durch das regelmässige bearbeiten der obersten Bodenschicht, wird auch das Unkraut gehemmt. 


Düngung:


Weil in den meisten Gärten die jährliche Zufuhr von organischer Substanz fehlt, muss man die fehlenden Nährstoffe durch Düngergaben einbringen. Wir haben folgende Möglichkeiten um den Pflanzen die fehlenden Nährstoffe zuzuführen: Schnell wirkende mineralische oder organische Dünger, die nur eine beschränkte Zeit wirken. Die schnellwirkenden Dünger werden im Frühjahr verabreicht um die Pflanzen beim Neuaustrieb zu unterstützen.
o Langfristig wirkende mineralische oder organische Dünger werden der Pflanzung verabreicht, damit sie das ganze Jahr hindurch mit genügend Nährstoffen versorgt wird. Die Dünger werden auch im Frühjahr verabreicht, weil sie eine gewisse zeit benötigen bis sie wirken. Die Zeit bis sie wirken, wird von dem schnell wirkenden Dünger überbrückt. 


Bewässerung

Bei den folgenden Punkten ist eine Bewässerung von Vorteil:


  • In den ersten Wochen nach der Pflanzung, sollte die Pflanzen genügend Wasser zur Verfügung haben. Weil ihr Wurzelsystem noch auf den Wurzelballen und seine Nähere Umgebung beschränkt ist. 
  • Bei allen Staudenpflanzungen, sollte man in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung, bei Trockenheit, bewässern. 

Mulchen:


Eine Abdeckung des Bodens verhindert eine übermässige Verdunstung von Wasser. Zudem schützt es die oberste Bodenschicht vor Erosion. 


Die Vorteile sind:


  • Es muss weniger gegossen werden 
  • Das Bodenleben wird durch den Abbauprotzes gefördert 
  • Der Boden wird vor dem Austrocknen und Verschlämmen geschützt 

Die Nachteile sind:


  • Bei Stauden dürfen keine Rindenschnitzel oder Holzhäcksel verwendet werden, weil die Stauden sehr grosse Probleme haben sich in diesen Mulchmaterialien auszubreiten. 
  • Der Unkrautbewuchs wird nur minimal unterdrückt 

Geeignete Mulchmaterialien:


  • Rindenkompost 
  • Gebrochener Blähton 

Schnitt

Ausschneiden der Samenstände:


Stark versamende Stauden sollten vor dem Versamen zurück geschnitten werden. Anderenfalls muss die Vielzahl der aufkommenden Keimlinge von Hand entfernt werden (z.B. Aruncus dioicus, Astrantia major, Campanula latifolia).


Remontierschnitt:


Einige Arten belohnen einen Rückschnitt nach der Blüte mit einer zweiten Blütezeit. Durch den Schnitt wird die Samenreife verhindert und die Wuchskraft in die zweite Blüte investiert (z.B. Alchemilla mollis, Centaurea montana, Astrantia major).


Blütezeitverlängerung:


Durch laufendes Ausschneiden von abblühenden Blüten, kann eine extrem lange Blütezeit erreicht werden (z.B. Hemerocallis, Buphthalmum salicifolium).

Reduzierschnitt:


Bei einigen Stauden ist die Vitalität so gross, dass sie ihre benachbarten Stauden verdrängen. Diese Stauden müssen ständig durch Rückschnitt und Ausgraben im Wuchs gehemmt werden (Symphytum, Lamiastrum, Boglossoides).

Pflegerückschnitt:


Der Rückschnitt wird bei einigen Stauden (z.B. Thymus x citriodorus) besser erst im Frühjahr durchgeführt, so wird die Winterhärte der Stauden verbessert. Bei den gut winterharten Stauden kann der Pflegerückschnitt auch schon im Herbst durchgeführt werden. Ein Rückschnitt im Frühjahr empfiehlt sich auch bei Stauden mit einem attraktiven Frucht- oder Samenschmuck. Diese Stauden (alle Gräser, Dictamnus, Anaphalis usw.) verhindern, dass eine Staudenrabatte im Winter kahl und trostlos aussieht.


Winterschutz:


Die frostgefährdete Stauden schützt man am besten mit individuellen Winterschutzmaterialien vor Kälte und Nässe. Es eignen sich Tannenäste, Jutematerialien oder Schilfrohrmatten eignen sich für den Winterschutz. Ein guter Isolator für kurze Triebe und Wurzeln bilden Streuschichten mit Laub oder Kompost.

  

 


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Fabian Schwertfeger


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